Bist du behindert oder was?
So langsam geht mir dieses Wort “normal” wirklich auf den Geist. Warum muss denn immer alles und jeder normal sein? Schön 0815, berechenbar. Wer will denn das schon?
Und dann dieses Wort “behindert”. Bei manchen Behinderungen frage ich mich wirklich warum es “Behinderung” heißt. Nehmen wir als Beispiel Autisten. Ganz viele Autisten haben ganz besondere Fähigkeiten, vorallem im mathematischen Bereich. Warum sind die dann behindert? Wenn man die mathematischen Fähigkeiten vergleicht ist doch eher der “Normalo” hier behindert. Schonmal darüber nachgedacht?
Heute war ich mit meiner Mutter in der Stadt unterwegs. Vor uns ging ein älterer Mann, der sich aufeinmal mit ausgebreiteten Armen einmal freudig um sich selbst drehte. “Der hat sicher auch eine leichte Behinderung” meinte meine Mutter. Selbst wenn er offiziel als behindert gilt, in diesem Moment erschien mir der Mensch eher “enthindert”.
Letztlich sind beide Beispiele doch nur Beispiele für ein “anders” sein. Und sind wir nicht letztlich alle irgendwie anders? Anders als dieses ominöse, unerreichbare, aber auch unglaublich langweilige “Normal”. Sollten wir nicht einfach mal stolz sein auf unsere Individualität, sie leben und die anderen in ihrer Individualität und Andersartigkeit respektieren?